Integrationsfirmen-Was ist das?

Die Integrationsfirmen oder Integrationsunternehmen beschäftigen 25 bis 50% Mitarbeiter mit einer erheblichen Schwerbehinderung. Sie werden vom Gesetzgeber als besondere Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarkts definiert.

Sie bieten dauerhafte Arbeitsplätze zu tariflichen oder ortsüblichen Konditionen und erwirtschaften die zur Kostendeckung notwendigen Umsätze durch Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsleben.

Als Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts werden sie von ihren Gesellschaftern in eigener Verantwortung geführt. Es gibt eine öffentliche Unterstützung in Form von Nachteilsausgleichen. Diese dient nicht der Abdeckung unternehmerischer Risiken, sondern dem Ausgleich der betriebswirtschaftlichen Nachteile, die durch die besondere Zusammensetzung der Belegschaft entstehen.

Als Soziale Unternehmen im übergreifenden Sinne verstehen sich alle markt- und qualitätsorientierten Betriebe, die zu einem hohen Anteil Personen aus den verschiedenen Zielgruppen der Arbeitsmarktpolitik beschäftigen (z.B. Langzeitarbeitslose, Migranten, ehemals Drogenabhängige, Menschen mit Behinderung).

Im § 132 des SGB IX sind folgende Typen von Integrationsprojekten definiert:

  • Integrations- Unternehmen als selbständige Rechtspersonen (z.B. GmbH oder Kapitalgesellschaften)
  • Integrations- Betriebe und Abteilungen als rechtlich unselbständige Teile von privatwirtschaftlichen Unternehmen oder öffentlichen Dienststellen

Übrigens:

Alle Arbeitgeber können Nachteilsausgleiche erhalten! Weitere Informationen